NBA Season 2019/2020: Players to Watch

Nach der wahrscheinlich verrücktesten Off-Season der jüngeren Vergangenheit, startet nun endlich die neue NBA Saison. Dieses Jahr gibt es unglaublich viele Gründe um sich auf die Saison zu freuen wie z.B. die super Duos in Houston, Dallas, Portland etc., der Krieg um LA zwischen den Lakers und den Clippers oder der sehr gute Rookie Jahrgang um Zion Williamson.

Im folgenden können wir euch hoffentlich noch mehr Lust auf die Saison machen, in dem wir euch einige Spieler präsentieren, auf die es sich besonders lohnt zu achten. Zur Übersicht haben wir diese in 3 Kategorien unterteilt. Zuerst stellen wir euch Spieler vor die in dieser Saison den Sprung zum All Star schaffen könnten, als nächstes Spieler, die sich in dieser Saison einen Namen machen und sich als Top Spieler in der NBA etablieren werden und zum Abschluss, die Spieler, die aus verschiedensten Gründen am meisten zu beweisen haben.

1st Time All Stars

Jayson Tatum

Der 21-Jährige Forward von den Boston Celtics startet in seine 3. Saison beim Rekordmeister als einer der Leader und Go-to-Guys des Teams nach den Abgängen von Kyrie Irving und Al Horford. Dies bedeutet einerseits natürlich, dass deutlich mehr Druck auf ihm lastet, andererseits gibt ihm das die Möglichkeit zu glänzen, wodurch er die ganze Welt von seinem außergewöhnlichen Talent überzeugen kann. Seine größte Konkurrenz kommt wahrscheinlich aus seinem eigenen Team, denn mit Gordon Hayward und Neuzugang Kemba Walker hat er Mitspieler, die bereits Teams angeführt haben und es außerdem schon ins All Star Team geschafft haben. Es ist jedoch keine Frage, dass Tatum der talentierteste Spieler im Celtics Roster ist, wodurch er sich als erste Option im Team etablieren sollte, was ihm einen klaren Vorteil im All Star Voting gegenüber seinen Teamkollegen verschaffen sollte.

Devin Booker

Wenn man sich anschaut, was Devin Booker individuell in seinen 4 Jahren in der NBA bereits geleistet hat, dann ist es fast schon schockierend, dass er noch kein All Star ist. Booker gehört zur absoluten Elite der Dreierschützen der Liga, hatte in der vergangenen Saison im Durchschnitt 26 Punkte und 7 Assist pro Spiel und erzielte im Jahr 2017 70 Punkte in einem einzigen Spiel. Der Grund warum er jedes Jahr aufs neue übersehen wird, ist sein Team. Da die Phoenix Suns seit Jahren eines der schlechtesten Teams der Liga sind, ist es schwer zu rechtfertigen, dass jemand aus dieser Mannschaft mit einer All Star Nominierung geehrt wird. Sollte er jedoch seine hervorragenden Leistungen der vergangenen Seasons wiederholen oder sogar übertreffen können, dann dürfte früher oder später kein Weg mehr an ihm vorbei führen.

C.J. McCollum

Der Most Improved Player von 2016 wird von Jahr zu Jahr immer besser und bildet zusammen mit Damian Lillard in Portland eines der effektivsten Backcourt Duos der Liga. Die letzte Saison beendete er mit 21 Punkten pro Spiel und der Teilnahme an den Western Conference Finals. Das er sich schon seit Jahren auf All Star Niveau bewegt, kann wohl kaum jemand bestreiten, dennoch hat es bisher nie für ihn gereicht. Dies liegt vermutlich an der hohen Dichte an Superstars im Westen, vor allem wenn man die Guards betrachtet, was oft dazu führ das die Trailblazers und somit auch ihre Starspieler übersehen werden. Selbst ein Lillard wurde schon das ein oder andere Mal aus unerklärlichen Gründen nicht für das All Star Game nominiert. Im Prinzip bedeutet das also, dass der Weg ins All Star Game für McCollum über den Teamerfolg führt. Sollten sich die Blazers von Tag 1 der Regular Season als eines der Top Teams im Westen etablieren können, dann dürften sie sich einen zweiten All Star verdient haben, da es in der Vergangenheit üblich war, das die besten Teams mit mehreren All Stars belohnt wurden.

Luka Doncic

Viele Leute wollten Luka Doncic schon letztes Jahr im All Star Game sehen, nachdem er in Dallas wie eine Bombe eingeschlagen ist und eine sensationelle Rookie Saison spielte. Der 20 jährige Slowene beendete die Vergangene Saison mit 21 Punkten, 8 Rebounds und 6 Assist pro Spiel und lieferte gefühlt in jedem Spiel ein neues unglaubliches Highlight. Auch Doncic hat letztendlich darunter gelitten, dass die Mavericks eines der schwächsten Teams der Liga waren. Mit der Rückkehr von Kristaps Porzingis könnte sich dies jedoch ganz schnell ändern. Wenn die Mavs in der Lage sind um die Playoffs mitzuspielen und Doncic seine starken Leistungen von letztem Jahr bestätigen oder sogar noch übertreffen kann, dann sollte er eigentlich ein sicherer Kandidat für das All Star Game sein.

Das Jazz Trio (Rudy Gobert, Mike Conley und Donovan Mitchell)

Wenn man die NBA in den letzten Jahren verfolgt hat, dann sollte es einem echt schwer fallen, zu erklären, warum weder Mike Conley noch Rudy Gobert jemals an einem All Star Game teilgenommen haben. Der 32 jährige Point Guard Conley hat 12 Jahre lang sehr erfolgreich in Memphis gespielt, wo er das Team als Leader 6 mal in die Playoffs geführt hat. Die einzige mögliche Erklärung ist, dass Conley ein ruhiger und unauffälliger Spieler ist, der wenig Aufmerksamkeit von den Medien und Fans bekommt, wodurch er oft zugunsten seiner Mitspieler talentierten Mitspieler, wie Rudy Gay oder Marc Gasol, übersehen wurde. In dieser Saison könnte ihm ähnliches widerfahren, da er in Utah unter anderem mit dem amtierenden Defensive Player of the Year Rudy Gobert zusammenspielt. Diese Auszeichnung konnte der französische Center schon zum zweiten mal in seiner Karriere gewinnen. Außerdem wurde er 2 mal ins All NBA Team gewählt und 3 mal ins All Defensive Team. Die 2018/2019 Season beendete er mit beeindruckenden 16 Punkten und 13 Rebounds pro Spiel, womit er eigentlich eine aussagekräftige Bewerbung fürs All Star Game abgegeben hat und unter normale Voraussetzungen, sollte es dieses Jahr für ihn reichen, wenn da nicht noch der 23 jährige Shooting Guard Donovan Mitchell wäre. Mitchell war eine der großen Überraschungen der 17/18 Season in welcher er als Rookie 20 Punkte pro Spiel erzielte und scheinbar über Nacht zum Star wurde. In der letzten Saison konnte er sich sogar noch verbessern und beendete diese mit 24 Punkten, 4 Rebounds und 4 Assist pro Spiel. Man kann davon ausgehen, dass die Jazz mit ihrer neuen Big 3 eine starke Saison spielen werden, und damit mit einem All Star belohnt werden. Bei all den großen Namen im Westen könnte es jedoch schwierig werden, mehr als einen Spieler aus Utah ins All Star Game zu bekommen.

Neue Starspieler

Bam Adebayo

Der 22 Jahre alte Center der Miami Heat geht endlich als fester Starter in die Saison nachdem er sich in den letzten zwei Saisons diese Position noch mit Hassan Whiteside teilen musste. Die vergangene Season beendete er mit 9 Punkten, 7 Rebounds, 1 Block und 1 Steal pro Spiel und das bei nur 23 Minuten durchschnittlicher Spielzeit. Durch den Abgang Whitesides sollte sich seine Spielzeit und dadurch seine Produktivität jedoch drastisch erhöhen. Der Neuzugang Jimmy Butler sollte dafür sorgen, dass sich gegnerische Teams eher auf die Perimeter Defense konzentrieren wodurch sich für Adebayo einfache Scoring Möglichkeiten ergeben werden. Solange er in der Lage ist der Anker für die Defense der Heat zu sein und seine Chancen in der Offense nutzt, wird er eine starke Saison spielen, was in einem Markt wie Miami ausreichen sollte um seinen Bekanntheitsgrad in neue Ebenen zu schießen.

Jonathan Isaac

Der 6. Pick des 2017 Draft geht mit hohen Erwartungen in seine dritte Saison bei den Orlando Magic. Der 2,08 m große Small Forward wurde als Kevin Durant 2.0 vor seinem Draft angepriesen und konnte davon bisher noch sehr wenig zeigen. Den Großteil seiner Rookie Saison verpasste er wegen Verletzungen und obwohl er letzte Season 75 von 82 Spielen absolviert hat, waren die Magic sehr vorsichtig ihm nicht zu viele Minuten zuzumuten. In ca. 26 min pro Spiel erzielte er 10 Punkte und holte 5 Rebounds. Die Verantwortlichen in Orlando heben im Laufe der Off-Season jedoch mehrfach versichert, dass Isaac bei 100% sei und die kommende Saison ohne jegliche Einschränkungen bestreiten wird. Wenn Isaac in der Lage ist die hohen Erwartungen zu erfüllen, dann sollte Orlando tatsächlich einen der interessantesten Frontcourts der NBA haben und er könnte zusammen mit Aaron Gordon und Nikola Vucevic für das ein oder andere Highlight und vielleicht sogar für ein paar Überraschungen in der Eastern Conference sorgen.

Kevin Knox

Der 20 jährige Forward ist so ziemlich der einzige Gewinner der Off-Season bei den New York Knicks. Mit 13 Punkten und 5 Rebounds pro Spiel, spielte er eine gute Rookie Season und sollte dieses Jahr in der Lage sein sich sogar noch zu verbessern. Die Knicks haben zwar mit R.J. Barrett einen weiteren hochtalentierten Flügelspieler gedrafted, beide Spieler sind jedoch so gut und vielseitig, dass sie miteinander koexistieren können sollten. Und da New York keinen der großen Stars bekommen hat, die sie im Sommer verpflichten wollten, hat Knox weiterhin die Chance sich zu einem besseren Spieler zu entwickeln und wird vermutlich in der Starting 5 der Knicks stehen.

Dejounte Murray

Der Point Guard der San Antonio Spurs ist endlich bereit seine Rolle als einer der Leader im Team einzunehmen, nachdem er die gesamte 18/19 Season wegen eines Kreuzbandrisses verpasste. Die beiden Saisons davor kam Murray von der Bank und teilte sich die Minuten mit Tony Parker und Patty Mills, trotzdem hat er sich einen Platz im All Defensive Team 2017/18 erarbeitet und zwar mit beeindruckenden 1,2 Steals pro Spiel zusätzlich zu seinen 8 Punkten, 6 Rebounds und 3 Assist, bei nur 21 Minuten durchschnittlicher Einsatzzeit. Mit einem komplett verheilten Knie und der Rolle als Starter bei den Spurs sollte er sich recht schnell als einer der besten jungen Guards in der NBA etablieren. Das Front Office in San Antonio ist ebenfalls überzeugt davon, was sie mit seiner Vertragsverlängerung kurz vor Saisonbeginn nochmal bewiesen haben, wodurch sie Murray für weitere 4 Jahre an ihre Franchise gebunden haben und ihm dafür 64 Millionen Dollar zahlen.

Jaren Jackson jr.

Der 4. Pick des 2018er Drafts war bereits in seiner Rookieseason in der Lage die Verantwortlichen der Grizzlies von seinem besonderen Talent zu überzeugen. Er ist 2,11 m groß, hat lange Arme, ist ein guter Dreierschütze und verfügt über ein gutes Ballhandling, was ihm zum perfekten Big Man in der modernen NBA macht. Durch die Abgänge von Marc Gasol und Mike Conley hat Memphis offiziell den Umbruch eingeleitet, in dem Jackson jr. und der diesjährige 2. Pick Ja Morant, die Schlüsselspieler sein sollen. Durch die größere Rolle und mit dem einen Jahr Erfahrung sollte er in dieser Saison einen großen Schritt vorwärts machen und deutlich mehr Chance haben seinen besonderes Talent der ganzen Welt zu zeigen.

Am meisten zu beweisen

Kyrie Irving

Betrachtet man Irving`s zahlreichen Erfolge, dann scheint es schwachsinnig zu behaupten, dass er noch irgendetwas zu beweisen hat in der NBA. Der 27 Jahre alte Point Guard ist 6-facher All Star, wurde 2 mal ins All NBA Team gewählt, ist NBA Champion, Weltmeister und Olympiasieger. Die meisten dieser Auszeichnungen stammen jedoch aus seiner gemeinsamen Zeit mit Lebron James bei den Cleaveland Cavaliers, welche er per Trade verlassen wollte um zu zeigen, dass er als Anführer und Option Nr.1 einer Mannschaft genauso erfolgreich sein kann und nicht nur der Sidekick von Lebron ist. In seinen 2 Jahren in Boston war er abseits des Spiels jedoch eher eine Ablenkung und ein Unruhefaktor als ein Leader und auf dem Court sahen die Celtics besser aus, wenn Irving verletzt pausieren musste. Jetzt bekommt Kyrie in Brooklyn eine neue Chance sich zu beweisen, und ein sehr talentiertes Team anzuführen. Vor allem durch die Verletzungen von Durant werden alle Augen auf Irving gerichtet sein und es wird sehr spannend zu beobachten, wie er damit umgeht.

Terry Rozier

Genau wie Irving spielte Rozier vergangene Saison noch für die Celtics und auch er hat sein Teil zur internen Unruhe beigetragen. Allen Berichten zu Folge, war Rozier unzufrieden mit seiner Spielzeit und hat eine größere Rolle im Team gefordert. Diese bekommt er diese Saison bei den Charlotte Hornets, die ihm im Sommer zu einem 3 Jahres Vertrag über 58 Millionen Dollar verpflichteten. Bei den Hornets soll er als Starting Point Guard die Offense einleiten und zusätzlich zu seinem Scoring, seine Mitspieler in Szene setzen. Er bekommt also genau das, was er gefordert hat und wird dafür auch noch sehr gut bezahlt, wodurch von ihm Höchstleistungen gefordert werden, die er bisher in seiner Karriere noch nicht konstant liefern konnte.

Josh Jackson

Der 4. Pick des 2017 Drafts Josh Jackson wurde in diesem Sommer nach 2 enttäuschenden Saisons in Phoenix nach Memphis getraded, wo er allen Berichten zur Folge die Saison in der G-League beginnen wird. Dies ist ein rasanter Absturz für einen Spieler, der vor 2 Jahren noch mit Kawhi Leonard verglichen wurde. Für Jackson wird es in dieser Saison in erster Linie darum gehen, zu beweisen, dass er in die NBA gehört, jedoch ist er erst 22 Jahre alt und hat dementsprechend noch genug Zeit, sein volles Potenzial zu erreichen. Mit 12 Punkten und 4 Rebounds pro Spiel war seine letzte Saison, zumindest offensiv, noch in Ordnung, jedoch blieb er defensiv deutlich unter den Erwartungen und wird sich hier deutlich verbessern müssen, wenn er nicht als einer der größten Draft Busts seines Jahrgangs in die Geschichte eingehen will.

Andrew Wiggins

Auf den ersten Blick wird der 1. Pick des 2014 er Drafts den Erwartungen durchaus gerecht. In 5 Saisons bei den Timberwolves erzielt er im Schnitt 19 Punkte pro Spiel und holt 4 Rebounds, doch wenn man seine Spielweise betrachtet, dann sieht man bei ihm immer noch phasenweise katastrophale Defensivarbeit und Körpersprache, wofür er schon im College kritisiert wurde. Außerdem bleibt seit Jahren der Erfolg bei den Timberwolves aus, obwohl sie auf dem Papier in den letzten Saisons immer gute Teams zusammengestellt haben und mit Karl Anthony Towns über den vielleicht talentiertesten Center der Liga verfügen. In seiner jetzt 6. Saison wird es allerhöchste Zeit, dass Wiggins die Kurve kriegt und sein volles Potenzial ausschöpft, denn eigentlich sollten Wiggins und Towns eines der besten Duos der Liga sein und wenn man sich Towns bisherige Karriere anschaut, dann kann man behaupten, dass er seinen Teil erfüllt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.