2020 NBA Draftclass: Die interessantesten Prospects

Letzte Woche startete die NCAA in die neue Basketballsaison, was für uns heißt allerhöchste Zeit um uns einen ersten Eindruck von den Prospects für den 2020 NBA Draft zu machen. Zusätzlich zu den Talenten auf dem College, gibt es in diesem Jahr auch den ein oder anderen vielversprechenden Spieler, der bereits in einer anderen Profiliga sein Geld verdient, was den Draftjahrgang um einiges vielseitiger und interessanter macht. Wir möchten euch für jede Position die besten Talente vorstellen und euch einen Überblick darüber verschaffen, wen man in dieser College Saison im Auge behalten sollte.

Point Guard

 

LaMelo Ball – Illawarra Hawks

LaMelo Ball hat schon sehr früh in seiner Karriere Schlagzeilen gemacht und das meistens aus den falschen Gründen. Das jüngste Mitglied des Ball-Clans hat definitiv das Selbstvertrauen und den Drang nach Aufmerksamkeit seines Vaters geerbt. In aller Erster Linie ist er jedoch ein unglaublich talentierter Basketballspieler, der alle Voraussetzungen mitbringt um ein Superstar in der NBA zu werden. Er ist 1,98m groß und hat lange Arme, ist schnell und beweglich wodurch er sich zu einem hervorragenden Verteidiger entwickeln könnte. In der Offensive ist er ein sehr kreativer Spielmacher und ein guter Dreierschütze. Außerdem ist er in der Lage in der Zone per Korbleger oder Floater abzuschließen, dass auch gegen größere Gegner.

Im großen und ganzen wirkt LaMelo Ball wie eine bessere Version seines älteren Bruders Lonzo, welcher 2017 an zweiter Stelle von den Lakers gedrafted wurde. Da LaMelo anders als sein Bruder bereits Profi Erfahrung mitbringt, sollte er sich leichter in der NBA zurecht finden und könnte direkt einen riesigen Einfluss auf sein Team haben.

Aktuell spielt er in der australischen Profiliga, wo er bei ca. 30 Minuten pro Spiel 14 Punkte, 7 Rebounds und 6 Assist verbucht.

Cole Anthony – North Carolina

Als Starting Point Guard von North Carolina wird Cole Anthony diese Saison automatisch im Rampenlicht stehen, was ihm höchstwahrscheinlich zu Gute kommen wird. Der 1,91m große Guard ist ein außergewöhnlich guter Athlet, wodurch er für einige Highlights sorgen wird, welche seinen Bekanntheitsgrad konstant steigen lassen werden. Des Weiteren wird er davon profitieren, dass sein Vorgänger Coby White im vergangenen Draft ein Top 10 Pick war, denn wenn man den Scouts glaubt, ist Anthony deutlich weiter in seiner Entwicklung als White es zum selben Zeitpunkt war, und bekommt die Chance im selben System zu glänzen.

Anthony ist ein sicherer Ballhandler und verfügt über eine gute Übersicht, weshalb er keine Probleme damit haben sollte, der Dreh-und Angelpunkt in der Offense zu sein. Er ist außerdem ein cleverer Verteidiger, der auch hier seine Athletik gut einzusetzen weiß. Einige Experten vergleichen Cole Anthony mit dem jungen Derrick Rose, was ein riesiges Kompliment ist, wenn man sich anschaut was Rose im College und in seinen ersten Saisons in der NBA geleistet hat. Es wird jedoch nicht einfach, diesen hohen Erwartungen gerecht zu werden.

Sein Debut gegen Notre Dame war mit 34 Punkten und 11 Rebounds definitiv ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Nico Mannion – Arizona

Auf den ersten Blick bringt Nico Mannion vielleicht nicht das Superstar Potenzial mit, dass einige andere Guards in seinem Jahrgang definitiv haben, er ist jedoch ein sehr vielseitiger Spieler, der kaum bis gar keine Schwächen in seinem Game hat wodurch man kein Risiko mit ihm eingeht.

Er ist ein sehr guter Shooter, ein verlässlicher Freiwurfschütze und ein sicherer Ballhandler. Mannion verfügt über eine gute Court Vision und ist sehr kreativ, was er sowohl im Passspiel als auch beim Scoring immer wieder unter Beweis stellt. Obwohl er ein sehr effizienter Scorer sein kann, ist er eher ein Pass-First Guard, was auch in der modernen NBA immer gerne gesehen wird. Der in Italien geborene Point Guard durfte bereits mit 17 für die Nationalmannschaft debütieren und konnte dadurch bereits Erfahrung an der Seite und vor Allem gegen NBA Spieler sammeln. In der Defensive findet er immer wieder Wege um seinem Team weiterzuhelfen obwohl es ihm an Länge mangelt und er relativ schmächtig ist dazu bringt er ausreichend Athletik mit um auch auf dem höchsten Level zu bestehen.

2020 scheint zumindest in der Spitze ein sehr Point Guard lastiger Draft zu werden, weshalb man zusätzlich zu den vorgestellten Prospects ebenfalls R.J. Hampton (New Zealand Breakers), Theo Maledon (ASVEL) und Killian Hayes (Ratiopharm Ulm) im Auge behalten sollte, denn es wäre absolut keine Überraschung, wenn sie alle als Lottery Picks enden würden.

Shooting Guard

 

Anthony Edwards – Georgia

Anthony Edwards ist ein sehr athletischer Combo Guard, den einige Scouts als den Favoriten für den Nr. 1 Pick im kommenden Draft sehen. Er ist 1,96m groß und hat einen sehr kräftigen Körperbau, welchen er immer wieder zu seinem Vorteil ausnutzt. Er hat keinerlei Probleme damit in der Zone gegen größere Gegenspieler zu scoren. Er ist trotzdem schnell genug um an kleineren Gegnern vorbeizuziehen, was es scheinbar unmöglich macht ihn zu verteidigen. Edwards ist außerdem ein guter und sehr selbstbewusster Shooter von der Dreierlinie. Zusätzlich zum Scoring, ist er auch als Playmaker eine Waffe. Edwards verfügt über eine gute Court Vision und findet immer wieder freie Mitspieler, vor allem wenn er gedoppelt wird. Seine körperliche Überlegenheit, weiß Edwards auch in der defensive zu nutzen, wodurch er viele Steals und Blocks verzeichnet und in der Lage ist gegnerische Guards auszuschalten.

In seinem ersten NCAA Spiel konnte er gegen Western Carolina mit 24 Punkten, 9 Rebounds, 3 Assist und 4 Steals mehr als nur überzeugen, jedoch hat er mit 4 Turnovern und 5 Fouls auch seine schwächen offenbart, welche er im Laufe der Saison bereinigen sollte.

Tyrese Maxey – Kentucky

Tyrese Maxey ist einer dieser natürlichen Scorer, die dazu in der Lage sind Spiele im Alleingang durch einen Scoring – Run zu entscheiden. Er ist ein hervorragender Shooter, sowohl aus der Mid-Range als auch von der Dreierlinie, der den Ball sehr schnell released, was in seinem Fall sehr wichtig sein wird, da er mit nur 1,90m Körpergröße etwas kleiner ist als der durchschnittliche NBA Shooting Guard. In der Zone ist er bisher noch kein großer Faktor, zeigt jedoch das Potenzial um sich auch in dem Bereich zu einer Waffe entwickeln zu können. Er verfügt bereits über einen sehr guten Floater, muss aber noch kräftiger werden um auch mit Körperkontakt in der Zone umgehen zu können. In der Defense ist er sehr aktiv, setzt den Ballhandler ständig unter Druck und fängt häufig Pässe ab.

Auch Maxey legte ein beeindruckendes NCAA Debut hin. Gegen Michigan State konnte er mit 26 Punkten, 5 Rebounds bei 58% Feldwurfquote und 90% von der Freiwurflinie glänzen.

Scottie Lewis – Florida

Der 1,96m große Shooting Guard ist ein Defensiv Spezialist, was ihm wahrscheinlich keinen großen Hype bei den fans einbringen wird, jedoch ist er die Art von Spieler, die jeder Coach gerne in seinem Team hat, weshalb er die Chance hat ein hoher 1st Round Pick zu werden. Er hat lange Arme, ist athletisch, schnell und verfügt über gute Körperkontrolle, alles Eigenschaften, die ihn auch in der NBA zu einem guten Verteidiger machen sollten. Zusätzlich dazu ist er ein sehr aktiver und leidenschaftlicher Spieler, der ständig mit seinen Mitspielern kommuniziert.

An seiner Offense wird Lewis jedoch noch arbeiten müssen. Er ist aktuell noch ein inkonstanter Shooter und generell nicht in der Lage, sich seinen eigenen Wurf zu erarbeiten, es sei denn er nutzt seine Geschwindigkeit um zum Korb zu ziehen.

Small Forward

 

Precious Achiuwa – Memphis

Achiuwa hat körperlich alle Voraussetzungen um in der NBA erfolgreich zu sein. Er ist 2,06m groß, hat lange Arme und ist ein explosiver Athlet. Er ist außerdem ein sehr kräftiger und physischer Spieler, wodurch er auch als Power Forward in einer Small-Ball Lineup Erfolg haben kann. Zudem verfügt er über einen außergewöhnlich schnellen ersten Schritt, womit er scheinbar problemlos zum Korb zieht und immer wieder spektakulär per Dunk abschließt. Über einen guten Jumpshot verfügt Achiuwa auch, was ihn zu einem äußert flexiblen Spieler macht. Generell ist er ein sehr fleißiger und aktiver Spieler, wodurch er viele Rebounds und Steals. Von der breiten Masse hebt er sich dadurch ab, dass er in der Lage ist jede Position auf dem Spielfeld zu verteidigen. Er ist flink genug um mit kleinen Guards mitzuhalten aber auch lang und stark genug um Big Men in der Zone zu stören.

Als einzige Schwächen könnte man seine Wurfanzahl und die Anzahl seiner Turnover erwähnen, wobei man dabei bedenken muss, dass dies ziemlich häufig bei jungen Spielern der Fall ist und in der Regel durch Erfahrung im College oder in der NBA korrigiert wird. Demnach sollte Achiuwa im kommenden Draft ein hoher Lottery Pick werden.

Sein erster Auftritt für Memphis lässt auf jeden Fall gutes verheißen. In nur 17 Minuten Spielzeit hatte er 14 Punkte und 8 Rebounds.

Deni Avdija – Maccabi Tel Aviv

Deni Avdija ist vom Spielertyp ein sog. Point Forward, wodurch er in der NBA sehr flexibel eingesetzt werden kann und im aktuellen Zeitalter des positionslosen Basketball zu einem sehr interessanten Prospect wird. Er ist 2,04m groß und hat lange Arme, wodurch er problemlos auf dem Flügel spielen kann, die größte Stärke in seinem Game ist jedoch sein Spielaufbau und Playmaking, wodurch er phasenweise als oversized Point Guard agieren könnte. Er ist aktuell noch ein recht ineffizienter Shooter, hat jedoch eine saubere Technik, weshalb man davon ausgehen kann, dass sich seine Trefferquote mit der Zeit verbessern wird. Defensiv zeichnet sich Avdija durch seine Flexibilität aus. Er hat flinke Füße wodurch es schwierig ist an ihm vorbei zu ziehen, auch wenn er kleinere Spieler verteidigen muss. Außerdem ist er in der Lage schnelle Entscheidungen zu treffen, was sich bei ihm in der Help Defense bemerkbar macht, wo er ein sehr guter Shot-Blocker ist.

Im 2020 Draft wird er ein „High Risk – High Reward“ Player sein, denn Avdija bringt zwar das Potenzial mit um ein besonderer Spieler in der NBA zu werden, jedoch wird es ein schwerer Übergang für ihn werden, da er bei Tel Aviv größtenteils als Rollenspieler eingesetzt wird und nicht viele Chancen bekommt um sich zu beweisen und Verantwortung zu übernehmen.

Jaden McDaniels – Washington

McDaniels ist 2,06m groß, lang und ein guter Athlet, der für seine Größe extrem schnell ist. Er sollte ähnlich wie Achiuwa in der Lage sein beide Forward Positionen zu spielen, wobei McDaniels noch relativ dünn und schmächtig ist, weshalb er fürs erste wohl eher als Small Forward eingesetzt wird.

Was ihm an Physis fehlt, gleicht er durch exzellente Körperkontrolle aus. Außerdem ist er ein guter Shooter mit einem schnellen Release, wodurch er das Spielfeld weitet und Räume eröffnet um seine Geschwindigkeit auszunutzen. Er ist ein sehr teamorientierter Spieler, der in der Lage ist freie Mitspieler zu finden und in Szene zu setzen an statt seine eigene Offense zu forcieren. Hin und wieder fällt es ihm jedoch schwer die Balance zwischen Scoring und Passing zu finden, weshalb er teilweise in der Offense untergeht und man sich dann wiederum wünscht, dass er aggressiver nach seinem Wurf sucht. Defensiv ist er sehr vielseitig und bringt ein bisschen was von allem mit, was man sich von ihm wünschen mag. Er nutzt auch hier seine Geschwindigkeit um Spieler vor sich zu halten, er ist ein guter Rebounder und exzellent in der Help Defense.

Wenn McDaniels es schafft, im Laufe der Saison an Masse zuzulegen und ein Postgame zu entwickeln, dann sollte auch er gute Chancen auf die Lottery im 2020 Draft haben.

Power Forward

 

Isaiah Stewart – Washington

Viele Experten geben Isaiah Stewart realistische Chancen, im kommenden Draft als erstes ausgewählt zu werden und dass aus gutem Grund. Er ist mit 2,06m vielleicht etwas undersized, hat jedoch eine 2,23m Wingspan und ist ein exzellenter Athlet, der sich trotz relativ schwerem Körperbau leichtfüßig bewegt und explosiv abschließt.

Er dominiert die Paint, hat eine gute Footwork und zahlreiche Post Moves, womit er gegnerische Bigs immer wieder unter Druck setzt. Zudem hat Stewart eine saubere Wurftechnik, womit er effizient aus der Mid Range trifft und das Spielfeld breiter macht. Von der Dreierlinie ist er noch kein ganz sicherer Schütze, jedoch ist er effektiv genug, um von seinen Gegnern auch da respektiert zu werden. Auch in der Defense ist Stewart vielseitig einsetzbar. Er ist sowohl ein Shot Blocker in der Zone, als auch in der Lage am Perimeter zu verteidigen. Generell ist Stewart ein sehr teamorientierter Spieler, der ein Auge für den besseren Shot hat, gut reboundet und ein guter Leader zu sein scheint. Seine einzige offensichtliche Schwäche sind Freiwüfe, was bei jungen Spielern jedoch häufig vorkommt und noch kein Grund zur Sorge ist.

Zusammengefasst, Isaiah Stewart bringt das komplette Paket mit, und wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sehr früh im 2020 Draft gepickt.

Vernon Carey Jr. – Duke

Ähnlich wie Stewart, ist auch Carey Jr. Körperlich bereits NBA Ready. Mit 2,08m ist er sogar noch etwas größer, hat jedoch eine kürzere Wingspan. Er ist ebenfalls ein überraschend flüssiger Athlet, wenn man seinen Körperbau beachtet und hat eine sehr gute Körperkontrolle.

Carey Jr. Hat einen sehr gute Touch bei seinen Würfen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Zone und ist für seine Größe ein sehr guter Ballhandler, der problemlos am Gegner vorbei zum Korb zieht, wodurch man mit ihm sogar Isolation spielen kann. Auch defensiv ist er sehr flexibel und kann im Prinzip jede Position verteidigen.

Leider mangelt es ihm phasenweise an Intensität, was sich vor allem in der Reboundarbeit bemerkbar macht. In der Offense forciert er seinen Jumpshot und nutzt seine Vorteile in der Paint noch zu selten aus. Trotz dieser Mängel in seinem, an denen er durchaus arbeiten kann, sollte Carey Jr. eine große Zukunft vor sich haben und ein garantierter 1st Round Pick sein.

Charles Bassey – Western Kentucky

Bereits im letzten Jahr hatte Bassey gute Chancen in der ersten Runde gedraftet zu werden, hat sich aber dazu entschieden, aufs College zurückzukehren um seine Skills nochmal zu verfeinern.

Er ist 2,11m groß und hat ausreichend Länge um sowohl auf Power Forward als auch auf Center zu spielen. Trotz seiner Größe ist Bassey ein sehr schneller und aktiver Spieler, was sich immer wieder im Fast Break zeigt, wo er scheinbar jedes mal als schnellster reagiert und frei vor dem gegnerischen Korb auftaucht. Außerdem ist er ein sehr intelligenter Spieler, der kaum schlechte Entscheidungen trifft und ein Gefühl dafür hat, wie er seinem Team am besten weiterhelfen kann. Er ist ein solider Mid-Range Shooter und ein sicherer Freiwurfschütze.

Um auf dem nächsten Level zu bestehen, wird er jedoch ein Postgame entwickeln müssen. Seine Footwork ist bisher noch unsauber und führt oft dazu, dass er die Körperkontrolle verliert. Zudem konnte er sich bisher in der Regel darauf verlassen, dass er seinen Gegnern körperlich überlegen ist, was in der NBA nicht mehr der Fall sein wird. Das zweite Jahr auf dem College wird ihm deshalb wahrscheinlich sehr gut tun, vorausgesetzt, er kann seine Schwächen bereinigen.

Center

 

James Wiseman – Memphis

Der 2,16m Center ist ein weiterer heißer Kandidat auf den Nr. 1 Pick. Er bringt so ziemlich alles mit, was man sich von einem jungen Center wünscht. Wiseman hat die perfekte Größe und Länge, macht flüssige Bewegungen und hat keine Probleme damit bei Fastbreaks über das Spielfeld zu sprinten und am anderen Ende abzuschließen. Auch sein Postgame ist bereits weit ausgebildet, er hat eine gute Beinarbeit, mehrere verschiedene Moves und ein weiches Handgelenk, was sich auch bei seinen Jumpshots bemerkbar macht. In der Defense ist er ein effektiver Shotblocker, der wenig foult. Er ist außerdem sehr aktiv, wodurch er viele Steals holt und das gegnerische Angriffsspiel stört. Um wirklich der perfekte Center zu werden, muss Wiseman noch etwas Gewicht zulegen und an seinem Dreier arbeiten, was in seinem Fall aber durchaus machbar sein sollte.

Aktuell macht Wiseman jedoch negativ Schlagzeilen, da die NCAA bekannt gegeben hat, dass sie gegen ihn ermitteln und ihm möglicherweise eine Sperre für die gesamte Saison droht. Wie die Sports Illustrated berichtet, soll der jetzige Headcoach der Memphis Tigers, Penny Hardaway, im Jahr 2017 den Umzug der Wiseman Familie nach Memphis finanziert haben. Zu der Zeit war Hardaway offiziell als Berater bei der Universität angestellt, weshalb der College Sportverband dies als finanzielle Gegenleistung für Wisemans Zusage ansieht. Solange das Verfahren noch im Gange ist, darf James Wiseman jedoch spielen und NBA Scouts von seinem besonderen Talent überzeugen. In 2 Spielen erzielt er bisher 22 Punkte, 10 Rebounds und 4 Blocks im Durchschnitt.

N´Faly Dante – Oregon

Dante ist körperlich bereits NBA ready, was bei den Scouts natürlich sehr gut ankommt. Er ist 2,11m groß, lang und sehr kräftig. Trotzdem ist er ein guter Athlet, beweglich und sehr aktiv. Der Großteil seiner Offense kommt aus der Paint, wo er sehr effizient aus dem Lowpost oder nach Pick and Roll abschließt. Er ist zwar noch kein guter Shooter, hat aber eine natürliche und saubere Wurftechnik, was darauf schließen lässt, dass er sich in diesem Bereich noch verbessern kann. Das Selbe gilt von der Freiwurflinie. Defensiv ist er der klassische Rim-Protector. Er verteidigt die Paint ohne Probleme und ist ein sehr guter Rebounder.

Wenn Dante während der College Saison einen verlässlichen Jumpshot entwickeln kann, dann sollte er gute Chancen haben, ein hoher 1st Round Pick zu werden.

Neemias Queta – Utah State

Der 2,13m Center aus Portugal glänzt vor allem in der Defensive, zeigt jedoch das Potenzial um auch offensiv ein Faktor zu werden. Er ist ein sehr fleißiger Spieler, der ausreichend Athletik mitbringt um gegen NBA Center zu bestehen. Bisher kommen seine meisten Punkte nach offensiv Rebounds, jedoch bringt er alles mit um ein guter Pick and Roll Spieler zu werden, was sein Game durchaus erweitern wird. Auch ein Jumpshot würde ihm durchaus weiterhelfen.

Was ihm an Offense noch fehlt, gleicht er in der Defense wieder aus, wo er ein dominanter Rim-Protector ist und immer wieder Wurfversuche stört oder sogar blockt. Außerdem bewegt er sich schnell und ist auch als Help Defender sehr effektiv.

Die vergangene NCAA Saison beendete Queta mit 12 Punkten, 9 Rebounds und 2 Blocks pro Spiel, worauf er in Jahr 2 durchaus aufbauen kann. Aktuell wäre er wohl ein vielversprechendes Projekt, das man gegen Ende der ersten Runde draften kann, was sich aber ganz schnell ändern könnte, wenn er sich offensiv verbessert.

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